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Kubernetes as a Service: Begriff, Anbieter, Preise 2026

Kubernetes as a Service erklärt: was der Anbieter übernimmt, was bei Ihnen bleibt, was die Control Plane bei STACKIT, IONOS, EKS, GKE und AKS kostet.

Aktualisiert 5 Min. LesezeitFakten geprüft am 17. Oktober 2026

TL;DR

Kubernetes as a Service (KaaS) ist ein Cloud-Angebot, bei dem der Anbieter die Control Plane eines Kubernetes-Clusters betreibt, aktualisiert und absichert, während Sie Worker Nodes und Workloads verantworten. Die Control Plane kostet am 17.10.2026 zwischen 0,00 € (IONOS) und 0,10 USD pro Stunde (EKS, GKE). Der Begriff ist gleichbedeutend mit Managed Kubernetes.

Was bedeutet Kubernetes as a Service?

Kubernetes as a Service ist ein Betriebsmodell, das Ihnen einen fertigen Kubernetes-Cluster per API oder Konsole bereitstellt. Der Anbieter betreibt API Server, etcd, Scheduler und Controller Manager. Sie erhalten Zugriff per kubeconfig, buchen Worker Nodes als VMs und zahlen meist eine Gebühr pro Cluster und Stunde plus die Nodes.

In der Praxis verwenden Anbieter drei Namen für dasselbe Modell: Kubernetes as a Service, Managed Kubernetes und Kubernetes Engine. Die STACKIT-Dokumentation beschreibt das Prinzip deutlich: Die Control Plane läuft in einem Infrastruktur-Cluster von SKE, auf den Endkunden keinen Zugriff haben. Sie administrieren nur Ihren eigenen Cluster.

Vom Selbstbetrieb unterscheidet sich KaaS durch die Verantwortung für die Control Plane. Hetzner zum Beispiel bietet kein Managed Kubernetes an, dort betreiben Sie die Control Plane selbst, siehe unser Hetzner-Profil.

Wer ist wofür verantwortlich?

Bei KaaS übernimmt der Anbieter die Control Plane samt Verfügbarkeit, Upgrades und Sicherheits-Patches der Kubernetes-Komponenten. Bei Ihnen bleiben Workloads, Zugriffsrechte, Netzwerkregeln, Backups der Anwendungsdaten und in der Regel die Wahl der Node-Größen. Das SLA bezieht sich fast immer nur auf den API Server, nicht auf Ihre Pods.

Aufgabe Anbieter (KaaS) Sie
API Server, etcd, Scheduler ja nein
Kubernetes-Upgrades der Control Plane ja, meist mit Wartungsfenster Zeitpunkt und Tests
Worker Nodes (Größe, Anzahl) stellt VMs bereit wählt und skaliert
Deployments, Helm-Charts, RBAC nein ja
Backups von Volumes und Datenbanken Werkzeuge Konzept und Durchführung
SLA API Server Anwendung

Ein Beispiel für die Grenze: STACKIT garantiert 99,9 % Erreichbarkeit des API Servers, Ausfälle von Pods und Nodes im Cluster sind ausdrücklich ausgenommen. Auch IONOS nennt automatische Updates und Sicherheits-Fixes als Teil des Dienstes, die Anwendung bleibt Ihre Sache.

Was kostet Kubernetes as a Service?

Die Gebühr für die Control Plane reicht am 17.10.2026 von kostenlos bei IONOS über 71,71 € netto pro Monat bei STACKIT bis 0,10 USD pro Stunde bei EKS und GKE. Dazu kommen immer die Worker Nodes, Speicher und Load Balancer. Bei kleinen Clustern macht die Control Plane einen spürbaren Anteil aus.

Anbieter Control Plane Abrechnung SLA API Server
STACKIT SKE 0,0996 € / Stunde netto (71,71 € / Monat) pro angefangener Stunde 99,9 %
IONOS kostenlos nur Nodes k. A. auf der Produktseite
Amazon EKS 0,10 USD / Stunde, 0,60 USD im Extended Support pro Cluster k. A. auf der Preisseite
Google GKE 0,10 USD / Stunde, 74,40 USD Free-Tier-Guthaben pro Monat sekundengenau 99,95 % regional, 99,5 % zonal
Azure AKS Free Tier kostenlos, Standard und Premium kostenpflichtig pro Cluster Free ohne SLA, sonst 99,95 % mit Zonen

Quellen: STACKIT-Preiskatalog, EKS Pricing, GKE Pricing, AKS-Tarife. Den Stundenpreis für AKS Standard zeigte die Azure-Preisseite bei unserem Abruf nicht an, deshalb fehlt er hier. Das GKE-Guthaben entspricht 744 Stunden zu 0,10 USD, also einem zonalen oder Autopilot-Cluster pro Monat. Eine Rechnung mit drei Nodes bei zehn Anbietern finden Sie im Kostenvergleich Managed Kubernetes.

Wie sieht ein KaaS-Cluster in der Praxis aus?

Ein KaaS-Cluster entsteht mit einem einzigen CLI-Befehl oder einer Terraform-Ressource. Bei AKS wählen Sie mit dem Parameter --tier zwischen Free, Standard und Premium, also zwischen kostenloser Control Plane ohne SLA und kostenpflichtiger mit SLA. Danach arbeiten Sie mit kubectl wie in jedem anderen Kubernetes.

az aks create \
  --resource-group rg-prod \
  --name aks-prod \
  --tier standard \
  --generate-ssh-keys

az aks get-credentials --resource-group rg-prod --name aks-prod
kubectl get nodes

Der Befehl stammt aus der Microsoft-Dokumentation. Microsoft empfiehlt den Free Tier für Cluster mit weniger als 10 Nodes und Testumgebungen. Standard und Premium tragen bis 5.000 Nodes, der Free Tier bis 1.000.

Woran erkennen Sie ein gutes KaaS-Angebot?

Ein KaaS-Angebot prüfen Sie an fünf Kriterien: Region und Vertragspartner, Preis der Control Plane, Umfang des SLA, Versionspolitik und Zertifizierung. Für Käufer in Deutschland kommt die Frage nach CLOUD Act und BSI C5 hinzu, die den Kreis der Anbieter oft stärker eingrenzt als der Preis.

  1. Region und Recht: Gibt es ein Rechenzentrum in Deutschland, und sitzt der Vertragspartner in der EU? Die Übersicht dazu steht in Managed Kubernetes in Deutschland.
  2. Control-Plane-Preis: pro Stunde, pro Monat oder kostenlos, und ob ein SLA nur gegen Aufpreis gilt.
  3. SLA-Umfang: nur API Server oder auch Nodes, mit oder ohne Availability Zones.
  4. Versionen: Upstream unterstützt jede Minor-Version laut kubernetes.io rund ein Jahr, 1.34 endet am 27.10.2026. Verlängerter Support kostet bei EKS 0,50 USD pro Stunde Aufschlag. Die Fristen aller großen Anbieter stehen im Vergleich Kubernetes Version Support.
  5. Konformität: Die CNCF zählt über 90 zertifizierte Kubernetes-Angebote. Ein KaaS ohne Konformitätszertifikat ist ein Warnsignal für Portabilität.

FAQ

Ist Kubernetes as a Service dasselbe wie Managed Kubernetes?

Ja. Beide Begriffe beschreiben dasselbe Modell: Der Anbieter betreibt die Control Plane, Sie die Workloads. Manche Anbieter erweitern “Managed” um Node-Betrieb oder Support für Add-ons, das steht dann im Leistungsumfang, nicht im Begriff.

Was kostet Kubernetes as a Service pro Monat?

Die Control Plane kostet am 17.10.2026 zwischen 0,00 € bei IONOS und 71,71 € netto bei STACKIT (720 Stunden). EKS und GKE verlangen 0,10 USD pro Stunde. Hinzu kommen Worker Nodes, die meist den größeren Teil der Rechnung ausmachen.

KaaS vs Selbstbetrieb: Was ist günstiger?

Auf der Rechnung ist der Selbstbetrieb oft günstiger, weil keine Control-Plane-Gebühr anfällt. Dafür zahlen Sie mit Arbeitszeit für Upgrades, etcd-Backups und Störungen. Den Vergleich mit Zahlen zeigt Hetzner vs STACKIT.

Deckt das SLA meine Anwendung ab?

Nein. Die SLAs von STACKIT, GKE und AKS beziehen sich auf die Control Plane bzw. den API Server. STACKIT schließt Ausfälle von Pods und Nodes ausdrücklich aus. Für die Anwendung brauchen Sie mehrere Replikas und Nodes in mehreren Zonen.

Welche KaaS-Anbieter haben Rechenzentren in Deutschland?

Mehrere deutsche Clouds und alle drei Hyperscaler. Welche Region, welcher Vertragspartner und welches BSI-C5-Testat dazugehört, zeigt unsere Vergleichsmatrix mit Stand-Datum je Anbieter.

Kann ich von einem KaaS-Anbieter zu einem anderen wechseln?

Ja, wenn beide Angebote CNCF-konform sind und Sie anbieterspezifische Dienste wie Load Balancer oder Storage-Klassen abstrahieren. Manifeste und Helm-Charts laufen weiter. Aufwand entsteht bei Identitäten, Netzwerk und persistenten Daten.

Quellen

  1. STACKIT SKU-Preiskatalog (PIM API) (abgerufen 17. Oktober 2026)
  2. STACKIT Docs: SKE Basics (abgerufen 17. Oktober 2026)
  3. IONOS Cloud Managed Kubernetes (abgerufen 17. Oktober 2026)
  4. Amazon EKS Pricing (abgerufen 17. Oktober 2026)
  5. Google Kubernetes Engine Pricing (abgerufen 17. Oktober 2026)
  6. Microsoft Learn: AKS Free, Standard und Premium (abgerufen 17. Oktober 2026)
  7. kubernetes.io: Releases (abgerufen 17. Oktober 2026)
  8. CNCF: Certified Kubernetes Software Conformance (abgerufen 17. Oktober 2026)

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