OpenShift Kosten 2026: ROSA, ARO und Dedicated in Frankfurt
OpenShift Kosten mit offenem Rechenweg: ROSA, ARO und OpenShift Dedicated in deutschen Regionen, Lizenz pro 4 vCPU, Rabatte und Aufpreis gegenüber EKS und AKS.
TL;DR
OpenShift Kosten bestehen bei allen Managed-Varianten aus derselben Lizenz von 0,171 US-Dollar pro 4 Worker-vCPU und Stunde plus Infrastruktur. Ein Cluster mit 3 Workern zu je 4 vCPU kostet in Frankfurt als ROSA mit HCP rund 1.061 US-Dollar im Monat, als ARO in Germany West Central rund 1.886 US-Dollar, weil ARO drei eigene Master-VMs verlangt.
Woraus setzen sich die OpenShift Kosten zusammen?
Sie zahlen zwei Posten: die Red-Hat-Lizenz, abgerechnet pro 4 Worker-vCPU, und die Cloud-Infrastruktur für Worker, gegebenenfalls Master- und Infra-Nodes, Storage und Netzwerk. Bei ROSA mit Hosted Control Planes (HCP) kommt eine Cluster-Gebühr dazu. Self-managed OpenShift hat keine öffentliche Preisliste, dort entscheidet das Angebot von Red Hat.
Die Lizenz ist bei den drei Hyperscaler-Varianten auffällig einheitlich. AWS nennt auf der ROSA-Preisseite 0,171 US-Dollar pro 4 vCPU und Stunde, Microsoft auf der ARO-Preisseite denselben Satz unabhängig vom VM-Typ, Red Hat für OpenShift Dedicated auf Google Cloud ebenfalls “as low as” 0,171 US-Dollar. Die Unterschiede entstehen in der Architektur: wer Master-Nodes bezahlt, wie viele Worker mindestens laufen müssen und ob eine Cluster-Gebühr anfällt.
| Posten (Listenpreis, netto, USD) | ROSA mit HCP | ROSA Classic | ARO (Standard) | OpenShift Dedicated |
|---|---|---|---|---|
| Lizenz pro 4 Worker-vCPU und Stunde | 0,171 | 0,171 | 0,171 | ab 0,171 |
| Cluster-Gebühr pro Stunde | 0,25 | keine | keine | k. A. |
| Control Plane | beim Anbieter gehostet | 3 Nodes im eigenen Konto | 3 Master-VMs im eigenen Abo | im Preis bzw. CCS-Konto |
| Mindest-Worker | 2 | 2 (Single-AZ), 3 (Multi-AZ) | 3 | 2 bis 9 je nach Modell |
| Deutsche Region | eu-central-1 Frankfurt | eu-central-1 Frankfurt | Germany West Central | europe-west3 Frankfurt |
| SLA | 99,95 % | 99,95 % | 99,95 % | 99,95 % |
Quellen der Tabelle: ROSA Pricing, ROSA-Dokumentation, ARO Support Policy, OpenShift Dedicated Service Definition und die SLA-Angaben auf der Red-Hat-Preisseite. ROSA Classic verlangt nach Angabe von AWS im Multi-AZ-Betrieb zusätzlich 3 Infrastruktur-Nodes, Single-AZ 2.
Was kostet ROSA in Frankfurt?
Ein ROSA-Cluster mit HCP und 3 Workern vom Typ m5.xlarge (4 vCPU, 16 GiB) kostet in eu-central-1 rund 1.060,69 US-Dollar im Monat bei 730 Stunden. Davon entfallen 182,50 US-Dollar auf die Cluster-Gebühr, 374,49 US-Dollar auf die OpenShift-Lizenz und 503,70 US-Dollar auf EC2. Storage, Load Balancer und NAT kommen hinzu.
Die Red-Hat-Dokumentation führt eu-central-1 Frankfurt als unterstützte HCP-Region ab Version 4.14, ohne Opt-in. Der EC2-Preis stammt aus der AWS Price List API: m5.xlarge und m6i.xlarge kosten in Frankfurt je 0,23 US-Dollar pro Stunde (Linux, On-Demand, Stand 4. Oktober 2026).
Rechenweg, alle Werte netto in US-Dollar:
- Cluster-Gebühr: 0,25 × 730 = 182,50
- Lizenz: 3 Worker × 1 Einheit (4 vCPU) × 0,171 × 730 = 374,49
- EC2: 3 × 0,23 × 730 = 503,70
- Summe: 1.060,69 pro Monat
AWS rechnet auf der Preisseite selbst ein größeres Beispiel vor: Ein HCP-Cluster mit 9 m5.xlarge-Nodes kostet dort rund 23.556 US-Dollar im Jahr, davon 11.190 US-Dollar ROSA-Gebühren und 12.366 US-Dollar AWS-Infrastruktur. Dieselbe Node-Zahl in der Classic-Architektur kommt auf 32.522 US-Dollar, weil Control-Plane- und Infra-Nodes im eigenen Konto laufen.
Einen ROSA-Cluster mit HCP legen Sie über die rosa-CLI an. Vorher müssen Account-Rollen, OIDC-Konfiguration und ein VPC mit Subnetzen existieren:
rosa login --use-auth-code
rosa create account-roles --hosted-cp --mode auto
rosa create cluster --cluster-name demo-fra --hosted-cp \
--region eu-central-1 --compute-machine-type m5.xlarge \
--replicas 3 --subnet-ids <private-subnet-ids>
Was kostet Azure Red Hat OpenShift in Deutschland?
ARO kostet in Germany West Central mit 3 Master-VMs D8s v5 und 3 Workern D4s v5 rund 1.885,59 US-Dollar im Monat. Mehr als die Hälfte davon sind die Master-VMs mit 1.007,40 US-Dollar, denn in der Standard-Architektur laufen alle Control-Plane-Nodes in Ihrem eigenen Azure-Abonnement. Die Lizenz selbst beträgt nur 374,49 US-Dollar.
Die ARO Support Policy schreibt mindestens 3 Worker- und 3 Master-Nodes vor, die kleinsten zulässigen Master-Größen haben 8 vCPU und 32 GiB (zum Beispiel Standard_D8s_v5). Die ARO-FAQ bestätigt, dass Control-Plane-Nodes nicht wie bei AKS abstrahiert sind. Im ARO-Preisrechner sind Germany West Central und Germany North als Regionen wählbar.
Rechenweg mit Preisen aus der Azure Retail Prices API (Linux, Pay-as-you-go, Germany West Central):
- Master: 3 × D8s v5 × 0,46 × 730 = 1.007,40
- Worker: 3 × D4s v5 × 0,23 × 730 = 503,70
- Lizenz: 3 Einheiten × 0,171 × 730 = 374,49
- Summe: 1.885,59 US-Dollar pro Monat, ohne Managed Disks, Load Balancer und Traffic
Microsoft bietet inzwischen auch ARO mit Hosted Control Planes an. Dort fällt statt der Master-VMs eine Cluster-Management-Gebühr an, die der Microsoft-Preisrechner noch nicht abbildet. Wir haben dafür keinen belegbaren Preis gefunden und rechnen deshalb nur die Standard-Architektur.
az aro create --resource-group rg-aro-fra --name aro-demo \
--location germanywestcentral --vnet aro-vnet \
--master-subnet master-subnet --worker-subnet worker-subnet \
--master-vm-size Standard_D8s_v5 \
--worker-vm-size Standard_D4s_v5 --worker-count 3
Wie viel sparen 1- und 3-Jahres-Verträge?
Mit Laufzeitverträgen sinkt die Lizenz um rund ein Drittel (1 Jahr) beziehungsweise um gut die Hälfte (3 Jahre). Bei ROSA kostet eine 4-vCPU-Einheit on demand 1.500 US-Dollar im Jahr, mit 1-Jahres-Vertrag 1.000 und mit 3-Jahres-Vertrag 667 US-Dollar. ARO und OpenShift Dedicated liegen auf fast demselben Niveau.
| Lizenz pro 4 vCPU (USD, netto) | On demand | 1 Jahr | 3 Jahre |
|---|---|---|---|
| ROSA, pro Jahr | 1.500 | 1.000 | 667 |
| ARO, pro Stunde | 0,171 | 0,11461 | 0,07523 |
| ARO, hochgerechnet × 8.760 h | 1.497,96 | 1.003,98 | 659,01 |
| OpenShift Dedicated, pro Stunde | ab 0,171 | ab 0,114 | ab 0,076 |
Die ARO-Stundensätze für Reserved stammen aus dem Microsoft-Preisrechner, Reserved Instances gelten gemäß Preisseite nur für die Standard-Architektur. Für den Beispielcluster mit 3 Einheiten bedeutet das bei ROSA: 4.500 US-Dollar Lizenz pro Jahr on demand, 3.000 mit 1-Jahres-Vertrag, 2.001 mit 3-Jahres-Vertrag. Die Infrastruktur ist davon getrennt und lässt sich über Savings Plans oder Reserved Instances des jeweiligen Hyperscalers zusätzlich reduzieren.
Wichtig für die Planung: Die Lizenz skaliert linear mit den Worker-vCPU. 10 Worker mit je 16 vCPU ergeben 40 Einheiten, on demand also 40 × 0,171 × 730 = 4.993,20 US-Dollar Lizenz pro Monat. Große Nodes sparen keine Lizenz, sie sparen nur Overhead pro Node.
Was kostet OpenShift Dedicated und self-managed OpenShift?
OpenShift Dedicated läuft bei Google Cloud, auch in europe-west3 Frankfurt, mit Lizenzpreisen ab 0,171 US-Dollar pro 4 vCPU und Stunde. Self-managed OpenShift auf eigener Hardware oder bei EU-Anbietern wird pro Core Pair oder Bare-Metal-Server lizenziert, Listenpreise veröffentlicht Red Hat dafür nicht.
OpenShift Dedicated. Die Service Definition kennt drei Modelle: Jahres-Subscription über Red Hat, Customer Cloud Subscription (CCS) mit eigenem Google-Cloud-Konto und On-Demand über den Google Cloud Marketplace. Die Mindestgröße hängt davon ab: Single-AZ braucht 2 Worker mit CCS oder 4 ohne, Multi-AZ 3 Worker mit CCS oder 9 ohne. Mit CCS zahlen Sie die Infrastruktur direkt an Google und können laut Red Hat Committed Use Discounts anrechnen.
Self-managed. Der Subscription Guide definiert ein Core Pair als 2 physische Kerne oder 4 vCPU. Control-Plane-Nodes und reine Infrastruktur-Nodes müssen nicht lizenziert werden. Support gibt es als Standard (8x5) oder Premium (24x7), in vier Editionen von Kubernetes Engine bis Platform Plus. Damit lässt sich OpenShift auch auf IaaS deutscher Anbieter betreiben; Preise für die Infrastruktur finden Sie in unserem Managed-Kubernetes-Kostenvergleich, die Lizenz müssen Sie bei Red Hat oder einem Partner anfragen.
Zum Lifecycle: Aktuell ist OpenShift 4.22, allgemein verfügbar seit 9. Juni 2026, mit Maintenance Support bis 31. Dezember 2027 und Extended Update Support bis 30. Juni 2028 (Quelle: Red Hat Product Life Cycles). Bei den Managed-Varianten übernimmt das SRE-Team die Upgrades, self-managed tragen Sie diesen Aufwand selbst.
Wie teuer ist OpenShift im Vergleich zu EKS und AKS?
Bei identischen 3 Workern mit 4 vCPU kostet reines EKS oder AKS in Deutschland rund 576,70 US-Dollar im Monat. ROSA mit HCP liegt rund 484 US-Dollar darüber, ARO rund 1.309 US-Dollar. Der Aufpreis kauft integrierte Plattformbausteine und gemeinsamen Support von Red Hat und Hyperscaler, nicht mehr Rechenleistung.
| Variante, 3 Worker × 4 vCPU, 730 h (USD, netto) | Control Plane / Cluster | Lizenz | Worker-VMs | Summe |
|---|---|---|---|---|
| EKS Frankfurt, Standard Support | 73,00 | – | 503,70 | 576,70 |
| AKS Germany West Central, Standard | 73,00 | – | 503,70 | 576,70 |
| ROSA mit HCP, Frankfurt | 182,50 | 374,49 | 503,70 | 1.060,69 |
| ARO, Germany West Central | 1.007,40 (Master-VMs) | 374,49 | 503,70 | 1.885,59 |
EKS kostet nach der AWS-Preisseite 0,10 US-Dollar pro Cluster und Stunde im Standard Support und 0,60 US-Dollar im Extended Support. Der AKS-Standard-Tier kostet in Germany West Central nach der Azure Retail Prices API ebenfalls 0,10 US-Dollar pro Stunde. Bei beiden fehlen allerdings Registry, Builds, Routen, OAuth und Operator-Katalog, die OpenShift mitbringt. Wer diese Bausteine selbst integriert, zahlt mit Personalzeit.
Unsere Einordnung nach Kriterium:
- Sie haben bereits OpenShift-Know-how oder Red-Hat-Verträge: ROSA mit HCP ist in Frankfurt die günstigste Managed-Variante, weil keine Master-VMs anfallen.
- Ihr Unternehmen ist auf Azure standardisiert: ARO bündelt Abrechnung und Support im Azure-Vertrag, rechnen Sie die drei Master-VMs aber fest ein.
- Sie brauchen nur Container-Orchestrierung ohne Plattform-Extras: Reines EKS, AKS oder GKE kostet etwa die Hälfte. Den Plattformvergleich finden Sie in OpenShift vs Rancher vs Kubernetes.
- Datenhaltung bei EU-Anbietern ist Pflicht: Alle drei Managed-Varianten laufen bei US-Konzernen und unterliegen dem CLOUD Act. Alternativen mit deutschen Rechenzentren vergleichen wir unter Managed Kubernetes Deutschland.
FAQ
Was kostet OpenShift pro Monat?
Für 3 Worker mit je 4 vCPU zahlen Sie on demand 374,49 US-Dollar Lizenz pro Monat (3 × 0,171 × 730). Mit Infrastruktur kostet derselbe Cluster in Frankfurt als ROSA mit HCP rund 1.061 US-Dollar und als ARO in Germany West Central rund 1.886 US-Dollar netto, ohne Storage und Traffic.
ROSA vs ARO: Was ist günstiger?
Die Lizenz ist identisch: 0,171 US-Dollar pro 4 Worker-vCPU und Stunde. ROSA mit HCP berechnet 0,25 US-Dollar Cluster-Gebühr pro Stunde, ARO in der Standard-Architektur verlangt dafür drei Master-VMs mit mindestens 8 vCPU im eigenen Abonnement. Im Beispiel mit 3 Workern ist ROSA mit HCP rund 825 US-Dollar pro Monat günstiger.
Muss ich für Control-Plane-Nodes Lizenzen zahlen?
Nein. Bei ROSA und ARO bemisst sich die Lizenz nur an den Worker-vCPU. Auch beim self-managed OpenShift zählen Control-Plane- und reine Infrastruktur-Nodes nach dem Red-Hat-Subscription-Guide nicht. Die Infrastruktur dieser Nodes zahlen Sie bei ARO und ROSA Classic trotzdem, bei ROSA mit HCP nicht.
Gibt es OpenShift in einer deutschen Region?
Ja. ROSA mit HCP läuft in eu-central-1 Frankfurt, ARO in Germany West Central und OpenShift Dedicated in der Google-Cloud-Region europe-west3 Frankfurt. Alle drei werden von US-Konzernen betrieben. Self-managed können Sie OpenShift auch bei deutschen Anbietern oder im eigenen Rechenzentrum installieren.
Ist OpenShift teurer als Kubernetes?
Ja, gemessen an den Listenpreisen. Reines EKS oder AKS kostet für 3 Worker mit 4 vCPU rund 577 US-Dollar im Monat, ROSA mit HCP rund 1.061 US-Dollar. Upstream-Kubernetes ist lizenzfrei, Plattformbausteine wie Registry, Builds und Operator-Katalog müssen Sie dann aber selbst auswählen und betreiben.
Wie viel spart ein 3-Jahres-Vertrag bei OpenShift?
Bei ROSA sinkt die Lizenz pro 4 vCPU von 1.500 auf 667 US-Dollar im Jahr, also um rund 55 Prozent. Bei ARO fällt der Stundensatz von 0,171 auf 0,07523 US-Dollar. Die Infrastruktur sparen Sie damit nicht, dafür brauchen Sie zusätzlich Reserved Instances oder Savings Plans des Hyperscalers.
Quellen
- AWS: Red Hat OpenShift Service on AWS (ROSA) Pricing (abgerufen 4. Oktober 2026)
- Red Hat Docs: Introduction to ROSA (Regionen, SLA, Mindest-Worker) (abgerufen 4. Oktober 2026)
- Microsoft: Azure Red Hat OpenShift Pricing (abgerufen 4. Oktober 2026)
- Microsoft Learn: Azure Red Hat OpenShift Support Policy (abgerufen 4. Oktober 2026)
- Microsoft Learn: Azure Red Hat OpenShift FAQ (abgerufen 4. Oktober 2026)
- Azure Retail Prices API (Germany West Central) (abgerufen 4. Oktober 2026)
- AWS Price List API: Amazon EC2 eu-central-1 (abgerufen 4. Oktober 2026)
- Red Hat: OpenShift Dedicated (abgerufen 4. Oktober 2026)
- Red Hat Docs: OpenShift Dedicated Service Definition (abgerufen 4. Oktober 2026)
- Red Hat: OpenShift pricing (abgerufen 4. Oktober 2026)
- Red Hat: Self-managed OpenShift subscription guide (abgerufen 4. Oktober 2026)
- Red Hat Product Life Cycles: OpenShift Container Platform 4 (abgerufen 4. Oktober 2026)
- AWS: Amazon EKS Pricing (abgerufen 4. Oktober 2026)
- Microsoft: AKS Pricing (abgerufen 4. Oktober 2026)