Kubermatic 2026: KKP erklärt, vs Rancher und Gardener
Kubermatic Kubernetes Platform (KKP) erklärt: Architektur, Community vs Enterprise Edition, Version 2.31, Support-Zeiten und Vergleich mit Rancher und Gardener.
TL;DR
Kubermatic ist ein Hamburger Softwarehersteller, dessen Kubermatic Kubernetes Platform (KKP) viele Kubernetes-Cluster zentral erstellt und betreibt, in der Cloud, auf vSphere, OpenStack oder Bare Metal. Aktuell ist KKP 2.31.1 vom 9. September 2026 mit Kubernetes 1.33 bis 1.36. Die Community Edition ist Apache 2.0, Enterprise-Preise gibt es nur auf Anfrage.
Was ist Kubermatic?
Kubermatic ist sowohl der Firmenname als auch die Kurzform für das Hauptprodukt Kubermatic Kubernetes Platform (KKP). KKP ist eine Verwaltungsplattform, die Kubernetes-Cluster auf Knopfdruck oder per API erzeugt, aktualisiert und löscht. Die Firma wurde im April 2016 in Hamburg als Loodse GmbH gegründet und heißt seit Juni 2020 Kubermatic.
Die Eckdaten zur Firma stammen von der Unternehmensseite: Gründer sind Sebastian Scheele und Julian Hansert, die erste KKP-Beta erschien im Februar 2017, im November 2021 kamen 8,3 Mio. US-Dollar Seed-Kapital von Nauta Capital und btov Partners. Kubermatic war 2018 unter den ersten 20 Kubernetes Certified Service Providers der CNCF und nennt Zertifizierungen nach ISO 27001 und ISO 9001. In unserem Verzeichnis der Kubernetes-Dienstleister ist Kubermatic mit denselben Kriterien wie alle anderen Firmen gelistet.
Zum Portfolio gehören zwei Werkzeuge, die oft verwechselt werden:
| Produkt | Zweck | Aktuelle Version |
|---|---|---|
| Kubermatic Kubernetes Platform (KKP) | Plattform für viele Cluster: UI, API, Mandanten, Upgrades | 2.31.1 (09.09.2026) |
| KubeOne | CLI, das einen einzelnen hochverfügbaren Cluster installiert, aktualisiert und abbaut | 1.14.4 (06.10.2026) |
Die Versionen stammen aus den Release-Seiten von KKP und KubeOne auf GitHub. KubeOne ist nach eigener Dokumentation ein konformitätszertifizierter Installer, liest Infrastrukturdaten aus Terraform und unterstützt nativ AWS, Azure, DigitalOcean, GCP, Hetzner Cloud, Nutanix, OpenStack, VMware Cloud Director und vSphere. In der Praxis setzen viele Teams KubeOne ein, um den ersten Cluster aufzubauen, auf dem KKP dann selbst läuft.
Wie funktioniert die Kubermatic Kubernetes Platform?
KKP betreibt die Control Planes Ihrer Cluster nicht auf eigenen Servern, sondern als Pods in einem sogenannten Seed Cluster. Jeder verwaltete Cluster (User Cluster) bekommt dort einen eigenen Namespace mit API-Server, etcd und Controllern. Auf der Zielinfrastruktur laufen nur noch Worker-Nodes. Darüber liegt ein Master Cluster mit Dashboard und API.
Die Architekturdokumentation beschreibt drei Ebenen:
- Master Cluster: speichert Benutzer, Projekte, SSH-Schlüssel und Zugangsdaten für die Infrastruktur. Hier laufen Dashboard, KKP-API und Controller Manager.
- Seed Cluster: beherbergt die Control Planes der User Cluster, je Cluster ein Namespace mit eigenem Prometheus und einem OpenVPN-Server, der die Control Plane mit dem Pod- und Service-Netz der Worker verbindet.
- User Cluster: der Cluster, den Ihre Teams nutzen. Er besteht aus Worker-Nodes in einer AWS-Region, einem vSphere-Rechenzentrum oder einem anderen “Datacenter”.
In kleinen Installationen fallen Master und Seed in einen Cluster zusammen. Für größere Umgebungen empfiehlt Kubermatic eigene Seeds nahe bei den Workern, damit die Latenz zwischen Control Plane und Nodes klein bleibt. Mehrere Seeds sind allerdings ein Feature der Enterprise Edition.
Was das Modell für den Betrieb bedeutet: Viele Control Planes teilen sich die Hardware weniger Seed-Nodes, statt dass jeder Cluster drei eigene Control-Plane-Maschinen braucht. Kubermatic selbst wirbt auf der Produktseite mit bis zu 20-mal mehr Clustern pro Management-Ebene, Clustern in unter 3 Minuten und einem Betrieb mit einer Vollzeitkraft. Belege für diese Werte nennt die Seite nicht, wir führen sie als Herstellerangaben.
Unterstützte Infrastruktur. Die Provider-Liste für KKP 2.31 teilt die Zielplattformen in drei Stufen:
| Stufe | Provider | Bedeutung |
|---|---|---|
| Tier 1 | AWS, Azure, GCP, vSphere ab 6.5, OpenStack, KubeVirt, Nutanix, VMware Cloud Director | voll unterstützt, in den regulären End-to-End-Tests |
| Tier 2 | Open Telekom Cloud, Hetzner, Edge (experimentell), Bare Metal (experimentell) | alle nötigen Funktionen, tiefere Integrationen teils nicht |
| Tier 3 | Alibaba Cloud, DigitalOcean | funktioniert, ohne umfangreiche End-to-End-Tests |
Für Käufer in Deutschland sind die Tier-2-Einträge interessant: Die Open Telekom Cloud und Hetzner lassen sich direkt als Zielplattform anbinden. Bestehende Managed-Cluster bei AKS, EKS und GKE kann KKP zusätzlich importieren und mitverwalten.
Community Edition vs Enterprise Edition: Was ist der Unterschied?
Beide Editionen nutzen denselben Kern und dieselben Cloud-Provider. Die Community Edition (CE) steht unter Apache 2.0 und ist kostenlos. Die Enterprise Edition (EE) ergänzt Funktionen für große Installationen: mehrere Seeds, Metering, Ressourcenquoten, OPA-Richtlinien, Backups über Velero und einen App-Katalog. EE schalten Sie mit einem Secret frei, das nur zahlende Kunden erhalten.
Die Gegenüberstellung folgt der Editionsübersicht in der Doku:
| Funktion | CE | EE |
|---|---|---|
| Alle Cloud-Provider, Import von AKS, EKS, GKE | ja | ja |
| Mandanten, Projekt-Sharing, Cluster-Templates, OIDC | ja | ja |
| User Cluster Snapshots (etcd) | ja | ja |
| User Cluster Backup (Velero, einzelne Namespaces) | nein | ja |
| Mehrere Seed Cluster | nein | ja |
| OPA-Integration (Richtlinien, Registry-Allowlist) | nein | ja |
| Metering und Ressourcenquoten | nein | ja |
| Gruppen-Projekt-Bindungen | nein | ja |
| Edge-Funktionen | nein | ja |
| Application Catalog | nein | ja |
Laut README im Repository ist die CE unter Apache 2.0 lizenziert, das Projekt hat rund 1.300 GitHub-Sterne. Für ein einzelnes Team mit einem Standort reicht die CE oft aus. Sobald Sie mehrere Standorte, Kostenzuordnung pro Projekt oder Richtlinien für Images brauchen, landen Sie bei der EE.
Was kostet Kubermatic?
Kubermatic veröffentlicht keine Listenpreise. Die Community Edition kostet keine Lizenz, Sie zahlen nur Infrastruktur und Personal. Für die Enterprise Edition nennt die Produktseite ein verbrauchsabhängiges Abo nach benötigter Kapazität, konkrete Beträge gibt es nur im Angebot. Auch das AWS-Marketplace-Listing verlangt ein privates Angebot.
Was öffentlich belegbar ist:
- Lizenzmodell: “consumption based subscription”, also Abrechnung nach genutzter Kapazität (Produktseite).
- AWS Marketplace: Kubermatic verkauft dort Professional Services Credits für Beratung, Training und “Accelerators”, ohne Preisangabe, mit Mengenrabatt und privatem Angebot.
- Support-Stufen: Die Service-Level-Richtlinie (Stand August 2023) definiert drei Stufen, die Preise nennt sie nicht.
| Support-Stufe | Business | Enterprise | Enterprise Plus |
|---|---|---|---|
| Abdeckung | Mo bis Fr, 9 bis 18 Uhr MEZ/MESZ | wie Business, P1 rund um die Uhr | wie Business, P1 rund um die Uhr |
| Erstreaktion P1 (Produktionsausfall) | 2 Geschäftsstunden | 1 Geschäftsstunde (telefonisch) | 1 Geschäftsstunde (telefonisch) |
| Erstreaktion P2 | 4 Geschäftsstunden | 2 Geschäftsstunden | 2 Geschäftsstunden |
| Erstreaktion P3 / P4 | 12 / 18 Geschäftsstunden | 9 / 18 Geschäftsstunden | 9 / 18 Geschäftsstunden |
| Support-Kontakte | 4 | 8 | unbegrenzt |
Zwei Details aus derselben Richtlinie sollten Sie vor dem Vertrag kennen: Support gibt es ausschließlich auf Englisch, und Kubermatic leistet nur Second-Level-Support. Den First-Level-Support für Ihre internen Nutzer stellen Sie selbst. Eine Reaktionszeit ist laut Dokument eine Eingangsbestätigung mit Arbeitsbeginn, keine Lösungszusage.
Rechnen Sie bei KKP also mit drei Kostenblöcken: Lizenz (EE) nach Angebot, die Infrastruktur für Master und Seed sowie die Worker-Nodes bei Ihrem Anbieter. Was Nodes bei deutschen Anbietern kosten, zeigt der Managed-Kubernetes-Kostenvergleich.
Welche Kubernetes-Versionen unterstützt KKP?
KKP 2.31 unterstützt Kubernetes 1.33 bis 1.36, neue Cluster starten standardmäßig mit 1.35.7. Upstream ist bereits Kubernetes 1.37 verfügbar, aktuell als 1.37.1 vom 15. September 2026. KKP liegt damit wie Rancher eine Minor-Version hinter Upstream. Kubernetes 1.34 erreicht am 27. Oktober 2026 das Ende der Pflege.
Die Zuordnung aus der Versionsmatrix, ergänzt um die Upstream-Daten von kubernetes.io:
| Kubernetes | Upstream-Patch (15.09.2026) | Upstream-EOL | KKP 2.31 | KKP 2.30 | KKP 2.29 |
|---|---|---|---|---|---|
| 1.37 | 1.37.1 | 28.10.2027 | nein | nein | nein |
| 1.36 | 1.36.5 | 28.06.2027 | ja | nein | nein |
| 1.35 | 1.35.9 | 28.02.2027 | ja | ja | nein |
| 1.34 | 1.34.12 | 27.10.2026 | ja | ja | ja |
| 1.33 | EOL | abgelaufen | ja | ja | ja |
Die Regel dahinter: Eine KKP-Minor-Version unterstützt alle Kubernetes-Versionen, die zum Zeitpunkt ihres Releases upstream gepflegt wurden. Nach dem EOL entfernt KKP eine Version in der Regel, bei großen API-Umstellungen bleibt sie einen weiteren Zyklus eingeschränkt verfügbar. Kubermatic pflegt mehrere Linien parallel: Am 9. September 2026 erschienen 2.31.1, 2.30.7 und 2.29.11 am selben Tag.
Achtung beim Update auf 2.31: Die Release Notes nennen Breaking Changes. Gateway API ist jetzt der Pflichtweg für den Ingress von KKP, der nginx-ingress-Pfad ist entfernt, Envoy Gateway wurde auf 1.8.3 angehoben. Planen Sie dafür ein Wartungsfenster.
Wie installieren Sie KKP Community Edition?
Sie brauchen einen bestehenden Kubernetes-Cluster als Master (und zunächst Seed), kubectl, Helm 3, eine eigene Domain und cert-manager. Das Installationsprogramm kubermatic-installer richtet Dashboard, API und Dex für die Anmeldung ein. Den Basis-Cluster können Sie vorher mit KubeOne aufbauen.
Die Schritte nach der Installationsanleitung für die CE:
- Kubeconfig des Master Clusters mit
cluster-admin-Rechten exportieren. - Installer der aktuellen Version herunterladen und entpacken.
kubermatic.yaml(Domain, Zertifikatsaussteller, Auth-Secrets) undvalues.yaml(Gateway-Domain, Dex-Client) aus den Beispieldateien erstellen.- Eine StorageClass
kubermatic-fastbereitstellen, bei AWS, Azure, DigitalOcean, GCP und Hetzner legt der Installer sie per Flag an. - Installer ausführen, ClusterIssuer anlegen, DNS-Eintrag auf die Gateway-Adresse setzen.
- Im Browser anmelden. Der erste angemeldete Nutzer wird Administrator. Danach fügen Sie einen Seed hinzu.
export KUBECONFIG=/path/to/master/kubeconfig
VERSION=$(curl -w '%{url_effective}' -I -L -s -S \
https://github.com/kubermatic/kubermatic/releases/latest -o /dev/null | sed -e 's|.*/v||')
wget https://github.com/kubermatic/kubermatic/releases/download/v${VERSION}/kubermatic-ce-v${VERSION}-linux-amd64.tar.gz
tar -xzvf kubermatic-ce-v${VERSION}-linux-amd64.tar.gz
# Hetzner als Basis: StorageClass per Flag anlegen lassen
./kubermatic-installer deploy --config kubermatic.yaml --helm-values values.yaml --storageclass hetzner
# Adresse für den DNS-Eintrag abfragen
kubectl -n kubermatic get gateway kubermatic -o jsonpath='{.status.addresses}'
Der Management-Teil ist danach ein eigenes System, das Monitoring, Backups und Upgrades braucht. Wer den Aufwand für einen einzelnen Cluster scheut, ist mit einem Managed-Angebot oft besser bedient, die Optionen mit deutschen Regionen fasst Managed Kubernetes in Deutschland zusammen.
Kubermatic vs Rancher vs Gardener: Was passt wann?
Alle drei verwalten viele Cluster zentral, unterscheiden sich aber im Modell. KKP und Gardener betreiben Control Planes als Pods in Seed Clustern (“Kubernetes in Kubernetes”), Rancher verwaltet RKE2- und K3s-Cluster sowie EKS, AKS und GKE unter einer Oberfläche. Gardener ist das Fundament mehrerer Managed-Angebote, KKP und Rancher kaufen Unternehmen meist für den Eigenbetrieb.
| Kriterium | Kubermatic KKP | SUSE Rancher | Gardener |
|---|---|---|---|
| Aktuelle Version | 2.31.1 (09.09.2026) | 2.15.2 (23.09.2026) | k. A. |
| Kubernetes-Versionen | 1.33 bis 1.36 | 1.34 bis 1.36 (zertifiziert) | je nach Provider-Extension |
| Verwaltete Cluster | User Cluster mit Control Plane als Pods im Seed | RKE2, K3s sowie importierte EKS, AKS, GKE | Shoot Cluster mit Control Plane als Pods im Seed |
| Lizenz | CE Apache 2.0, EE kommerziell | Apache 2.0, Rancher Prime kommerziell | Apache 2.0 |
| Steuerung | Kubermatic GmbH, Hamburg | SUSE | NeoNephos Foundation (Linux Foundation Europe) |
| Kommerzieller Support | Kubermatic, Englisch, 3 Stufen | SUSE (Rancher Prime) | über Anbieter, die Gardener betreiben |
Quellen der Tabelle: KKP-Doku und Releases wie oben, für Rancher die Releases, die Lizenzdatei und die Support-Matrix v2.15.2, für Gardener die Projektseite, die Architekturdoku und das Repository (Apache 2.0, rund 3.500 Sterne). Eine feste Kubernetes-Liste für Gardener nennen wir nicht, weil die Doku die nutzbaren Versionen an die jeweilige Provider-Extension koppelt.
Für wen passt KKP? Für Teams, die als interner Plattformbetreiber viele Cluster auf eigener Hardware, vSphere, Nutanix oder OpenStack anbieten wollen, weil KKP Mandanten, Self-Service und geteilte Control Planes mitbringt. Grenzen: Wichtige Funktionen wie mehrere Standorte und Metering kosten Lizenz, Preise sind nicht öffentlich, Support nur auf Englisch.
Für wen passt Rancher? Für Teams, die bestehende Cluster unterschiedlicher Herkunft unter eine Oberfläche bringen wollen, besonders mit RKE2 und K3s. Details und Prime-Preise stehen im Beitrag SUSE Rancher Prime, den Vergleich mit OpenShift zeigt OpenShift vs Rancher. Grenze: Der Rancher-Management-Cluster ist ein zusätzliches System mit eigenem Betriebsaufwand, und die zertifizierten Kubernetes-Versionen enden aktuell bei 1.36.
Für wen passt Gardener? Gardener ist eher die Technik unter einem Managed-Angebot als ein Produkt, das Sie einkaufen; Architektur, Anbieter und Preise erklärt unser Beitrag Gardener Kubernetes. STACKIT hat sich nach eigenem Beitrag im Gardener-Blog von 2020 für Gardener als Engine der STACKIT Kubernetes Engine entschieden. Wenn Sie Gardener nutzen wollen, ohne es selbst zu betreiben, ist ein solcher Anbieter der kürzere Weg, etwa STACKIT. Grenze: Selbst betrieben ist Gardener das aufwendigste der drei Systeme.
Wer nur wenige Cluster auf eigener Hardware braucht, kommt oft ohne Verwaltungsplattform aus. Ein schlanker Weg dafür ist Talos Linux, eine Alternative mit Azure-Verwaltung auf eigener Hardware ist die AKS-Bare-Metal-Vorschau, derzeit allerdings nur als Single-Node-Preview.
FAQ
Was ist Kubermatic?
Kubermatic ist ein 2016 in Hamburg gegründeter Softwarehersteller. Sein Hauptprodukt, die Kubermatic Kubernetes Platform (KKP), erstellt und verwaltet viele Kubernetes-Cluster über eine Oberfläche und API, in der Cloud, auf vSphere, OpenStack, Nutanix oder Bare Metal. Dazu kommt das Installationswerkzeug KubeOne für einzelne Cluster.
Was kostet die Kubermatic Kubernetes Platform?
Die Community Edition ist unter Apache 2.0 kostenlos, Sie zahlen nur Infrastruktur und Personal. Die Enterprise Edition wird verbrauchsabhängig nach Kapazität lizenziert, Listenpreise veröffentlicht Kubermatic nicht. Auch im AWS Marketplace gibt es nur private Angebote. Stand: 9. Oktober 2026.
Kubermatic vs Rancher: Was ist der Unterschied?
KKP betreibt die Control Planes aller Cluster gebündelt als Pods in Seed Clustern und zielt auf Plattformteams mit Self-Service für viele Mandanten. Rancher verwaltet RKE2- und K3s-Cluster sowie EKS, AKS und GKE unter einer Oberfläche. Beide unterstützen aktuell Kubernetes bis 1.36, Rancher ab 1.34, KKP 2.31 ab 1.33.
Kubermatic vs Gardener: Was passt besser?
Beide nutzen das Seed-Modell mit Control Planes als Pods. Gardener ist ein herstellerneutrales Projekt unter der NeoNephos Foundation und steckt hinter Managed-Angeboten wie der STACKIT Kubernetes Engine. KKP ist ein Produkt mit Herstellersupport und Oberfläche für den Eigenbetrieb. Wer selbst betreiben will, hat mit KKP den kürzeren Weg, wer kaufen will, nutzt einen Gardener-Anbieter.
Welche Kubernetes-Versionen unterstützt KKP 2.31?
KKP 2.31 unterstützt Kubernetes 1.33, 1.34, 1.35 und 1.36. Neue User Cluster starten mit 1.35.7. Kubernetes 1.37 ist upstream seit dem 15. September 2026 als 1.37.1 verfügbar, wird von KKP 2.31 aber noch nicht unterstützt.
Ist Kubermatic Open Source?
Ja, die Community Edition von KKP steht unter der Apache-Lizenz 2.0 und ist auf GitHub verfügbar. Die Enterprise Edition nutzt denselben Code, schaltet aber Zusatzfunktionen wie mehrere Seeds, Metering, Ressourcenquoten und Velero-Backups frei. Dafür brauchen Sie ein Secret, das Kubermatic nur an Kunden ausgibt.
Bietet Kubermatic deutschsprachigen Support?
Nein. Die Service-Level-Richtlinie (Stand August 2023) legt fest, dass der gesamte Support auf Englisch erfolgt. Die Servicezeiten richten sich nach deutschen Geschäftstagen, Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr MEZ/MESZ. Rund um die Uhr gibt es nur in den Stufen Enterprise und Enterprise Plus, und nur für P1-Incidents.
Quellen
- Kubermatic: Kubermatic Kubernetes Platform (abgerufen 9. Oktober 2026)
- Kubermatic: About us (abgerufen 9. Oktober 2026)
- GitHub: kubermatic/kubermatic (abgerufen 9. Oktober 2026)
- GitHub: kubermatic/kubermatic Releases (abgerufen 9. Oktober 2026)
- KKP Doku v2.31: Architektur (abgerufen 9. Oktober 2026)
- KKP Doku v2.31: Unterstützte Provider (abgerufen 9. Oktober 2026)
- KKP Doku v2.31: Community vs Enterprise Edition (abgerufen 9. Oktober 2026)
- KKP Doku v2.31: Unterstützte Kubernetes-Versionen (abgerufen 9. Oktober 2026)
- KKP Doku v2.31: Installation CE (abgerufen 9. Oktober 2026)
- KKP Doku v2.31: Release Notes (abgerufen 9. Oktober 2026)
- KubeOne Doku v1.14 (abgerufen 9. Oktober 2026)
- GitHub: kubermatic/kubeone Releases (abgerufen 9. Oktober 2026)
- Kubermatic Commercial Support Service Levels (PDF, Aug. 2023) (abgerufen 9. Oktober 2026)
- AWS Marketplace: Kubermatic Professional Services Credits (abgerufen 9. Oktober 2026)
- Kubernetes Releases (abgerufen 9. Oktober 2026)
- GitHub: rancher/rancher Releases (abgerufen 9. Oktober 2026)
- GitHub: rancher/rancher LICENSE (abgerufen 9. Oktober 2026)
- SUSE Support Matrix Rancher v2.15.2 (abgerufen 9. Oktober 2026)
- Gardener (abgerufen 9. Oktober 2026)
- Gardener Doku: Architektur (abgerufen 9. Oktober 2026)
- GitHub: gardener/gardener (abgerufen 9. Oktober 2026)
- Gardener Blog: STACKIT Kubernetes Engine with Gardener (03.12.2020) (abgerufen 9. Oktober 2026)