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Cloud Container Engine (CCE)

Die Cloud Container Engine (CCE) ist der Managed-Kubernetes-Dienst der T Cloud Public, der Public Cloud der Deutschen Telekom, die bis zur Umbenennung Open Telekom Cloud hieß. Der kleinste Cluster ohne HA kostet keine Control-Plane-Gebühr, HA-Cluster werden stündlich abgerechnet. Betrieben wird in Deutschland (EU-DE) und den Niederlanden (EU-NL).

Passt für: Für Organisationen, die Kubernetes bei einem deutschen Anbieter mit BSI-C5-Testat und breitem IaaS-Portfolio betreiben wollen und mit einer OpenStack-basierten Plattform arbeiten können.

Stärken

  • Kostenlose Control Plane für Cluster bis 50 Nodes ohne HA
  • Umfangreiche Testate, darunter BSI C5 Typ II, ISO/IEC 27001 und TISAX Level 3
  • Rund zwei Jahre Wartung pro Kubernetes-Version, Cluster bis 2.000 Nodes

Grenzen

  • HA-Control-Plane kostet ab 0,380181 € / Stunde netto (EU-DE)
  • Keine eigene veröffentlichte Verfügbarkeitszusage in Prozent für CCE; die 99,95 % der Leistungsbeschreibung gelten für ECS, OBS und EVS
  • Nur zwei Regionen für CCE belegt (EU-DE, EU-NL); Kubernetes-Versionen erscheinen Monate nach dem Community-Release

TL;DR

Die Cloud Container Engine (CCE) ist das Managed Kubernetes der T Cloud Public, der früheren Open Telekom Cloud. Die Control Plane ist für Cluster bis 50 Nodes ohne HA kostenlos, HA kostet ab 0,380181 € pro Stunde netto. Betrieb in Deutschland und den Niederlanden, BSI C5 Typ II testiert, Kubernetes 1.30 bis 1.34 im Support.

Was ist die Cloud Container Engine der T Cloud Public?

Die CCE ist ein Managed-Kubernetes-Dienst auf der OpenStack-basierten Public Cloud der Deutschen Telekom. Der Anbieter betreibt die Control Plane, Sie verwalten Worker Nodes auf Elastic Cloud Servern (ECS). Die Plattform hieß bis zur Umbenennung Open Telekom Cloud; die alte Domain leitet heute per 301 auf t-cloud-public.com weiter.

Laut Produktseite unterstützt CCE Multi-AZ-Deployments mit bis zu drei Master-Nodes, Cluster bis 2.000 Nodes, GPU-Container sowie Add-ons wie CoreDNS, Everest (Storage), Autoscaler und Metrics-Server. Persistenter Speicher kommt aus EVS, SFS, SFS Turbo und OBS, Load Balancer aus dem Elastic Load Balancer. Neben der Standardvariante gibt es CCE Turbo mit Passthrough-Networking; einige Flavor-Familien wie c4ne sind laut Leistungsbeschreibung nur für CCE Turbo buchbar.

Vertragspartner ist die T-Systems International GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main (Geschäftsanschrift Bonn). Eine US-Muttergesellschaft gibt es nicht, damit entfällt die direkte Exposition gegenüber dem CLOUD Act, die bei US-Hyperscalern diskutiert wird.

Was kostet CCE bei der T Cloud Public?

Die Control Plane des kleinsten Clusters (bis 50 Nodes, ohne HA) kostet 0 €. Alle anderen Clustergrößen und jede HA-Variante werden stündlich berechnet, in EU-NL etwas günstiger als in EU-DE. Hinzu kommen Worker Nodes, Speicher, Load Balancer und Traffic. Alle Preise verstehen sich laut Leistungsbeschreibung zuzüglich Steuern, also netto.

Die folgenden Werte stammen aus der Preis-API und der Preistabelle 6.8.1 der Leistungsbeschreibung (Stand 17.08.2026, abgerufen am 28.09.2026), Pay-as-you-go:

Cluster-Typ Max. Nodes EU-DE (€ / Stunde, netto) EU-NL (€ / Stunde, netto)
CCE VM Cluster small 50 0,000000 0,000000
CCE VM Cluster medium 200 0,133395 0,114720
CCE VM Cluster small (HA) 50 0,380181 0,326956
CCE VM Cluster medium (HA) 200 0,400185 0,344159
CCE VM Cluster large (HA) 1.000 0,460255 0,395819
CCE VM Cluster xlarge (HA) 2.000 0,920510 0,791639

Rechenbeispiel: Eine HA-Control-Plane der Größe small in EU-DE kostet bei 730 Stunden 0,380181 € × 730 = 277,53 € netto pro Monat. Der Wert ist unsere Hochrechnung, keine Angabe des Anbieters.

Für Worker Nodes nennt die Leistungsbeschreibung für den Flavor s9.large.2 (2 vCPU, 4 GiB, open Linux) 0,094411 € pro Stunde in EU-DE. Die Flexible-Purpose-Flavors (x-Familie) sind günstiger, x1e.large.2 liegt bei 0,057534 € pro Stunde, allerdings ohne Kapazitätsgarantie und mit einem kommerziellen Limit von 50.000 € pro Monat je Geschäftspartner. Einen Vergleich mit anderen Anbietern finden Sie im Managed-Kubernetes-Kostenvergleich.

In welchen Regionen läuft CCE?

CCE ist in zwei Regionen belegt: EU-DE mit den Rechenzentren in Magdeburg und Biere sowie EU-NL in den Niederlanden. Jede Region besteht laut Leistungsbeschreibung aus zwei physischen Rechenzentren mit bis zu drei Availability Zones. Für die Schweizer Variante der Plattform konnten wir die Verfügbarkeit von CCE nicht belegen.

Die Leistungsbeschreibung hält fest, dass EU-DE aus Rechenzentren in Deutschland und EU-NL aus Rechenzentren in den Niederlanden bereitgestellt wird. Die Standorte Magdeburg und Biere sind nach DIN EN 50600 und ISO/IEC 22237 (Availability Class 3) zertifiziert. Nicht jede Flavor-Familie steht in beiden Regionen bereit: s2 gibt es nur in EU-DE, i3 nur in EU-NL.

Die Swiss T Cloud Public ist ein separates Angebot mit drei Availability Zones in der Schweiz. Ob dort CCE buchbar ist, geht aus den geprüften Quellen nicht hervor, deshalb führen wir die Region nicht im Profil.

Welche Zertifikate und welches SLA gelten?

Die Plattform hält ein BSI-C5-Typ-II-Testat, ISO/IEC 27001, 27017, 27018 und 27701, SOC 1 bis 3 sowie TISAX Level 3 für die Regionen Deutschland und Niederlande. Eine prozentuale Verfügbarkeitszusage speziell für CCE haben wir nicht gefunden. Die 99,95 % pro Kalendermonat beziehen sich auf ECS, OBS und EVS.

Die vollständige Liste steht auf der Seite Zertifikate und Testate. Laut Blogbeitrag des Anbieters wird das C5-Testat seit 2018 jährlich erneuert.

Zum SLA: Abschnitt 4.2 der Leistungsbeschreibung nennt 99,95 % Verfügbarkeit für Elastic Cloud Server, Object Storage Service und Elastic Volume Service und hält fest, dass im Übrigen keine Mindestverfügbarkeit gilt. Die Versionsrichtlinie spricht zwar von einem “CCE SLA”, das nur für Versionen im kommerziellen Betrieb gilt, einen Prozentwert dafür haben wir nicht gefunden. Deshalb steht das Feld auf “k. A.”.

Welche Kubernetes-Versionen unterstützt CCE?

Im kommerziellen Betrieb sind die Versionen 1.30 bis 1.34. Version 1.34 ist seit Juli 2026 verfügbar, zehn Monate nach dem Community-Release im September 2025. Jede Version wird rund zwei Jahre gepflegt, unabhängig vom Release-Zyklus der Community. Über die Konsole lassen sich nur die zwei neuesten Versionen anlegen.

Die Versionsrichtlinie listet folgende Supportenden: 1.30 im November 2026, 1.31 im Juni 2027, 1.32 im Oktober 2027, 1.33 im März 2028 und 1.34 im Juli 2028. Die Versionen 1.30 bis 1.32 lassen sich nur noch per API erstellen. Nach dem Supportende gibt es weder Patches noch Support noch SLA.

Für Teams, die neue Kubernetes-Features früh brauchen, ist der Abstand zur Community relevant. Für Teams, die selten upgraden wollen, ist das lange Supportfenster ein Vorteil. Wie wir Versionen und Supportdauer bewerten, beschreibt unsere Methodik.

Stärken und Grenzen im Überblick

CCE punktet mit einer kostenlosen Control Plane für kleine Cluster, einem deutschen Vertragspartner ohne US-Mutter, breitem Testatportfolio und langer Versionspflege. Grenzen sind die kostenpflichtige HA-Control-Plane, das fehlende prozentuale CCE-SLA, nur zwei belegte Regionen und der spätere Start neuer Kubernetes-Versionen.

Wer bereits andere Dienste der T Cloud Public nutzt, profitiert von derselben Plattform und IAM. Vergleichen Sie das Angebot mit STACKIT oder IONOS, wenn deutsche Rechenzentren das Hauptkriterium sind.

FAQ

Ist die Open Telekom Cloud dasselbe wie die T Cloud Public?

Ja. Die Deutsche Telekom hat die Open Telekom Cloud in T Cloud Public umbenannt. Die Domain open-telekom-cloud.com leitet per 301 auf t-cloud-public.com weiter. Der Dienst CCE heißt unverändert Cloud Container Engine.

Was kostet ein HA-Cluster bei CCE?

Die kleinste HA-Control-Plane (bis 50 Nodes) kostet 0,380181 € pro Stunde netto in EU-DE und 0,326956 € in EU-NL. Bei 730 Stunden ergibt das rechnerisch 277,53 € netto im Monat in EU-DE. Worker Nodes, Speicher und Traffic kommen hinzu.

Gibt es für CCE ein SLA?

Eine prozentuale Zusage speziell für CCE haben wir in den öffentlichen Unterlagen nicht gefunden. Die Leistungsbeschreibung nennt 99,95 % pro Monat für ECS, OBS und EVS. Die Versionsrichtlinie erwähnt ein CCE SLA nur für Versionen im kommerziellen Betrieb, ohne Wert.

Ist CCE BSI-C5-testiert?

Die T Cloud Public hält ein BSI-C5-Typ-II-Testat nach ISAE 3000, das laut Anbieter seit 2018 jährlich erneuert wird. Prüfen Sie im Testatbericht, ob CCE im Scope enthalten ist, bevor Sie sich in einer Ausschreibung darauf berufen.

Kann ich CCE in der Schweiz nutzen?

Die Swiss T Cloud Public existiert als eigenes Angebot mit drei Availability Zones. Eine öffentliche Bestätigung, dass CCE dort verfügbar ist, haben wir nicht gefunden. Klären Sie die Verfügbarkeit direkt mit dem Vertrieb.

Quellen

  1. T Cloud Public: Cloud Container Engine (Produktseite) (abgerufen 28. September 2026)
  2. T Cloud Public: Service Specifications & Additional Terms and Conditions (Stand 17.08.2026) (abgerufen 28. September 2026)
  3. T Cloud Public: Preis-API CCE (abgerufen 28. September 2026)
  4. T Cloud Public: Zertifikate und Testate (abgerufen 28. September 2026)
  5. CCE User Guide: Kubernetes Version Policy (offizielles Doku-Repository) (abgerufen 28. September 2026)
  6. T Cloud Public: Impressum (abgerufen 28. September 2026)
  7. T Cloud Public: Preismodelle Computing und Container (abgerufen 28. September 2026)

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